Ich war heute im Supermarkt einkaufen. Eine sehr alltägliche Begebenheit. Leider ist es nicht mehr so, dass diese Tätigkeit des normalen Lebens bei allen Leuten ganz normale Reflexe hervorruft. Ein bisschen Höflichkeit ist doch eigentlich immer wichtig und zeigt auch, dass man selber vielleicht Respekt vor seinen Mitmenschen hat.
Mir sind zwei Dinge passiert. Zu einem hatte eine alte Frau anscheinend ihre Brille nicht dabei. Sie suchte in den Regalen mit den Instant Suppen nach einer ganz bestimmten und mussten immer sehr dicht an das Regal mit den vielen Bolognese, Hackbraten, Lauch-Käse, Frühlings- und Rindersuppen sehr nah herantreten. Und da ist auch nicht mehr so groß war, dauerte es ziemlich lange. Ich bin dann hin gegangen und habe Sie gefragt, ob Sie eine bestimmt Suppe suchte oder einfach mal schauen wollte. Ihre Antwort war, dass Sie eher Brühe suchte. Die befand sich ganz unten im Regal. Keine Chance für eine alte Frau sie jemals dort zu finden. Natürlich habe ich Ihr dann eine gereicht. Macht man doch!
Die zweite Begebenheit fand an der Supermarktkasse statt. Jeder packt da gedankenlos seine Dinge des alltäglichen Lebens darauf – ohne wenigstens für eine Minute mal darüber nachzudenken wie die Kassiererin überhaupt hochheben soll, um den Barcode zu scannen. Ich bin da immer gerne behilflich. Das gehört sich doch so. Außerdem wünsche ich immer der Kassiererin einen „Guten Tag“. Das ist für mich wahrliche „Alltäglichkeit“.
Oktober 19, 2009
Freundlichkeit kostet: NICHTS
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