Traugotts Blog

November 25, 2009

November, November…

Einsortiert unter: traugotts-gedanken — traugotts @ 9:28 vormittags
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Ach ja, der November. Immer eine merkwürdige Zeit. Es ist doch irgendwie die Phase zwischen Leben und Tod. Der November ist überhaupt nicht mein Monat. Ich mag es nicht, dass es manchmal kalt ist und leider manchmal warm wie im Frühling. Das ist ja mittlerweile anscheinend der Klimaerwärmung geschuldet. Aber der November hat doch noch mehr. Da sind die Blätter, die absterben und auf den Straßen ziemlich viel Unordnung hinterlassen. Erst werden sie welk und dann sausen sie, getrieben von den ersten Herbststürmen durch die Gegend, bis sie fast sanft auf den Boden, der meistens nass ist, segeln. Es ist zwar am Anfang nett anzuschauen, wie die Färbung sich fast stündlich ändert. Aber das verwelke Braun ist immer ein bisschen Tod, der vom Himmel fällt. Die Äste, den dann übrig bleiben, symbolisieren für mich immer sehr stark die Natürlichkeit des Todes. Es muss etwas vernichtet bzw. abgeworfen werden damit etwas Neues entstehen kann. Jemand aus meiner Familie pflegte immer zu sagen, dass der November der Totenmonat ist. Irgendwie ist da schon was dran. Schließlich gibt es die krichenlichen Feiertag wie Allerseelen oder die weltlichen wie Volkstrauertag. Ja, in der Tat, der November hat schon was vom Ende der Welt kündendes. Die Nebelschleier. Oder der dröge Nieselregen. Alles Dinge, die schon mal ein wenig trübsal aufgekommen lassen. Da ist es doch angenehm, wenn man in solchen Zeiten dagegen arbeitet. Zum Beispiel, in dem man sich gute Freunde einlädt, um etwas zu kochen oder Gesellschaftsspieler mal wieder herausholt. Das wirklich schöne am November finde ich jedoch, dass es endlich die Zeit ist, in der man Kerzen anzünden kann und es sich mit einem guten Buch oder Hörbuch richtig gemütlichen macht zu Hause in den eigenen Vier Wänden.

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